Sein Leben lang hatte Berthold im Berufsleben seinen Mann gestanden. Als leitender Angestellter im öffentlichen Dienst war er es gewohnt Entscheidungen zu treffen. Daher warf ihn die Tatsache, seit seinem 82. Lebensjahr an den Rollstuhl gefesselt zu sein, vollkommen aus der Bahn. Auf einmal war da ein bisher nicht gekanntes Gefühl da : nicht mehr selbst über sein Leben bestimmen zu können.
Dank seinem kleinen Pflegezusatzschutz war er gut abgesichert. Er konnte in eine eigene kleine Wohnung im Betreuten Wohnen ziehen. Seine Nachbarin Ella animierte ihn immer wieder, bei den Aktivitäten im Haus mitzumachen. Anfangs hatte er sich zurückgezogen ; er tat er sich schwer damit, seine Situation anzunehmen. Doch schließlich ließ er sich überzeugen, mit Ella etwas zu unternehmen. Und siehe da : es tat ihm gut ! Berthold merkte, dass er nicht allein, und dank seiner Absicherung keinesfalls auf andere angewiesen war.
Irgendwann fragte Ella ihn, warum er ins Heim gegangen sei. Berthold erwiderte, dass er seiner Familie nicht zur Last fallen wollte, und er sich die Einrichtung aufgrund seiner Zusatzabsicherung leisten konnte. “ Das Thema war damals so weit weg. Nun bin ich wirklich froh, dass ich die Zusatzabsicherung damals gemacht habe.
Zugegeben :
Die Geschichte von Berthold und Ella ist frei erfunden; Aber keinesfalls fern der Realität. Sie könnte sich genauso zugetragen haben. Im wahren Leben spielen sich jede Woche solche oder ähnliche Situationen ab.
Ein anderes Beispiel : auch für die heute 88- jährige Carla war die Pflege- Situation immer sehr weit weg. Zeitlebens glänzte sie durch enormes Allgemeinwissen und einen Hang zu überdurchschnittlicher Aktivität. Mit dem Beginn des Ruhestand konnte sie endlich die Dinge nachholen, die sie sich während ihres Berufslebens immer erträumt hatte. Sie ging auf Reisen, besuchte Konzerte, schloss sich Seniorengruppen an, betätigte sich ehrenamtlich. Sie selbst pflegte lange eine pflegebedürftige Person. Sie war das Paradebeispiel einer rüstigen Rentnerin. Über die Zeit zwischen 65 und 85 sagte sie einmal : „Das war die schönste Zeit meines Lebens.“
Doch danach fing es an, was sie sich nie hatte vorstellen können : langsam aber sicher wurde sie gebrechlich. Ihre Bewegungsfreiheit wurde immer mehr eingeschränkt. Das Treppensteigen um in ihre 2 1/2 – Zimmer- Wohnung gelangen wurde immer mühseliger. Später, inzwischen selbst pflegebedürftig, erhielt sie Unterstützung durch eine Haushaltshilfe. Die kam einmal die Woche. Schon bald stellte sich heraus, dass dies nicht mehr reichte. Die gesetzliche Pflegekasse zahlte aber nur für einmal die Woche. Eine Zusatzversicherung hätte den Rest locker aufgefüllt. Im Gegensatz zu Berthold hatte sich Carla nicht für eine solche Absicherung durchringen können. Ihre Tochter, die knapp 90 Kilometer von ihr entfernt wohnt, der es selbst nicht so gut geht, tat ihr bestmöglichstes die Lücke aufzufangen. Doch es ging auf Dauer einfach nicht, insbesondere weil die Gelenke noch mehr nachließen. Eine Arthrose hatte beschlossen sich bei Carla einzunisten. Auch hier war das Pflegeheim letztendlich die Lösung. Das war allerdings einfacher gesagt wie getan. Ohne Zusatzversicherung musste das Sozialamt eingeschaltet werden, dass nun ein gewichtiges Wort mit sprach. Und das war nicht alles: Die Wohnung musste geräumt, und für eine Übergabe beim Vermieter so hergerichtet werden, dass dieser das akzeptierte. Er sprach zwar sein Bedauern aus, letztendlich verlangte er aber eine genauso vernünftige Wohnungsübergabe, wie bei allen anderen auch, eben gemäß der Regelungen im Mietvertrag. Einen „Bonus“ für Pflegebedürftigkeit räumte er nicht ein. Solche Heimunterbringungen kündigen sich nicht unbedingt mit langem Vorlauf an- wenn es nicht mehr geht, geht ’s halt nicht mehr. Die Zeit hockte schon ungeduldig im Nacken. So musste auf die schnelle noch ein Maler und die Entsorgung des Hausrats organisiert – und bezahlt- werden. So kamen einmalige Kosten von knapp 4000,- noch oben drauf- dafür zahlt das Sozialamt nichts.
Carla’s Ersparnisse waren nun futsch. Von ihrer Rente was abzweigen war auch nicht mehr so einfach ; mit Antragstellung hat da das Sozialamt die Hand drauf. Auch Carla wollte, wie so viele, nicht ihren Angehörige zur Last fallen. Legen Wert auf ein selbst bestimmtes Leben. Doch die Finanzierungslücken sind groß, Carlas Tochter musste mit ran.
Von ihrer Rente was abzweigen war auch nicht mehr so einfach ; mit Antragstellung hat da das Sozialamt die Hand drauf. Auch Carla wollte nicht ihren Angehörige zur Last fallen. Für ihren Todesfall hatte sie das auch prima geregelt- in Form einer Sterbegeldversicherung- nicht aber für den Pflegefall. Obwohl jede zweite Person pflegebedürftig wird, hatte Carla nicht damit gerechnet, dass sie das mal treffen würde, sie hielt sich einfach für „zu fit“.
Dieses Beispiel ist nicht ausgedacht, es hat sich genau so zu getragen. Nur die Namen sind geändert. Die finanzielle Hängematte- die Pflegezusatz- Rente- wollte sich Carla zunächst sparen. Als sie es dann einsah, war es zu spät. Diese müssen nämlich rechtzeitig- am besten vor dem Eintritt in den Ruhestand abgesichert werden. Und die stattliche Pflegeversicherung ist sowas wie eine einfache Teilkasko- Versicherung, eine vollumfänglicher Schutz ist das nicht, war im Übrigen auch nie so gedacht.
Sie interessieren sich für das Thema ? Lassen sie uns darüber sprechen. Sie haben schon eine Absicherung ? Super. Um die einmaligen Kosten wie bei Carla abzusichern wäre ein Baustein „Einmalzahlung“ perfekt.
