KI Fluch oder Segen ?

Unser gemeinsames Bestreben ist es, durch den Einsatz von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) vor allem Zeit zu sparen und so effizienter zu arbeiten. Gleichzeitig möchten wir Kosten reduzieren und unsere Ressourcen optimal nutzen. Eng damit verbunden ist das Ziel, auch mehr Zeit für die individuellen Bedürfnisse zu gewinnen.

Die Entwicklung und der Einsatz von KI entwickeln sich rasant. Ist das gut, weil effizient oder bedenklich oder sogar gefährlich? Und müssen wir nach Einsatzbereichen unterscheiden, wo KI sinnvoll oder sogar zerstörerisch wirken kann?

Allerdings:  Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ passt nicht wirklich: KI denkt nicht und kann nicht verstehen. Es handelt sich um datenbasierte Systeme. KI ist eine „Nächstes-Wort-Maschine“, sie funktioniert mit statistischer Mustererkennung und berechnet Wahrscheinlichkeiten. Die Folge: Antworten wirken stimmig, sind aber nicht automatisch korrekt. Die Wissenschaft spricht inzwischen vom „Phänomen des sogenannten Halluzinierens“.

Funktional betrachtet ist KI „Technosteuerung“ – ein Werkzeug. Routinearbeiten lassen sich mit KI effizienter lösen. Damit ist die KI erstmal kein Ersatz für menschliche Tätigkeit, sondern eben ein Hilfsmittel, das wir nutzen können. Idealerweise gibt der Mensch das Ziel vor und trifft die Entscheidungen zum Einsatz.

Bedenken und Herausforderungen

Aber: Allein das bloße Vorhandensein eines Werkzeuges ist nie neutral. Jedes Werkzeug erweitert die Möglichkeiten, es verändert „den Raum“, in dem es sich befindet. Nehmen wir als Beispiele die Entdeckung des Feuers oder die Erfindung des Rades als ein Werkzeug. Die dadurch ausgelösten zivilisatorischen Entwicklungen waren enorm und haben die Gesellschaft verändert.

Ein weiteres Anliegen ist es, nicht in Abhängigkeiten zu geraten, etwa von bestimmten KI-Anbietern oder Technologien.

Ist KI nun nützlich oder gefährlich ?  KI kann ein wertvolles Werkzeug sein, wenn wir verstehen, wie sie funktioniert, ihre Grenzen kennen und sie maßvoll einsetzen.  Das ist dann nicht anders als bei jedem anderen Werkzeug. Nehmen wir die Erfindung des Hammers : mit ihm kann ich Nägel in die Wand schlagen, dann ist es ein wirklich sinnvolles Werkzeug. Wenn er aber dazu benutzt auf Leute einzuschlagen ist es gefährlich. 

Und natürlich, wie alle technischen Anwendungen, hat die KI einen Umweltfußabdruck. Hierbei sind sowohl Hardware als auch Software in den Blick zu nehmen. Der KI-Energieverbrauch durch Rechenzentren, CO²Ausstoß und Ressourcennutzung wird riesig. Die bislang nur zu schätzenden Zahlen: Der CO2-Ausstoss infolge des KI-Einsatzes kann bis 2030 auf 166 Mio. to. steigen (jetziger Stand 49 Mio. to). Der Anteil am Wasserverbrauch durch KI kann 2030 schon 30% betragen. Der Verbrauch geht in Konkurrenz mit menschlichen Bedarfen und erhöht bei knappen Ressourcen die Preise. 

Wenn KI immer mehr Entscheidungen übernimmt, besteht dann nicht irgendwann die Gefahr, dass wichtige Fähigkeiten wie kritisches Denken und Kreativität zu verloren gehen? Wer haftet, wenn KI-Systeme Fehler machen oder Schaden anrichten?  Verschwimmen die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion?

Antworten auf diese Fragen wird es erst geben, wenn die weitere digital-technische Revolution zu KI einmal durch alle Lebensbereiche durch ist.

Immer mehr zeigt sich, wie vielschichtig das Thema ist und wie notwendig ein wacher, kritischer und zugleich neugieriger Blick bleibt.

Was bedeutet KI für die Geldanlage ?  

Die Entwicklung nimmt nicht zuletzt großen Einfluss in der Finanzindustrie. Natürlich werden Tech-Firmen als zukunfts- und renditeversprechendes Investitionsobjekt gesehen, aber KI wird auch vermehrt in den Investitionsprozess eingebunden: als Datenauswertungs-, Trenderkennungs- und Entscheidungsmaschine. KI-Agenten können damit zunehmend entlasten und ein effizienteres Arbeiten ermöglichen.

„Den KI- Fonds“ oder “ Die KI- Geldanlage“ gibt es nicht. Es gibt die einschlägigen Veerdächtigen, die KI auf den Markt bringen ( Erzeuger), es gibt Bereitsteller und Anwender- Unternehmen und einfach nur Nutzer. Im Vergleich zu den meisten anderen Thmen oder Hypes die es in den vergangenen Jahrzehnten und Jahhunderten gegeben hat, betrifft KI alle Lebensbereiche, alle Branchen, alle Regionen alle Menschen.

Daher ist es derzeit vermutlich nicht seriös, aufgrund des KI- Themas zur Entwicklung von Märkten etwas voherzusehen.

Fazit:

Die Entwicklung und die Nutzung der KI brauchen in jeder Hinsicht Maß und Transparenz.

Maßvoller Einsatz bedeutet, bewusste Entscheidungen zu treffen, für welche Anfragen es sich lohnt KI zu nutzen und wann es sinnvoller ist, Aufgaben selbst oder mit anderen, weniger ressourcenintensiven Mitteln zu erledigen. 

Was wir nicht unterlassen sollten: vorbereitet sein und erkennen zu können, was ist nützlich, was unsicher, was bringt unsere Arbeit weiter, was ist schädlich, oder sogar gefährlich.

Und nun wünsche ich Ihnen einen schönen Jahreswechsel; kommen Sie gut ins neue Jahr !